Heimatverein Dreierwalde
 
 

5.0   Dorf in der Landschaft

5.1   Gestaltung des Ortsrandes

Seitens der Stadt Hörstel wurden für Dreierwalde Bebauungspläne aufgestellt, die entsprechende Festsetzungen in bezug auf Eingrünung, Anpflanzung, Dachneigung und Gebäudehöhen enthalten. Sie gewährleisten, daß sich die Neubaugebiete harmonisch in das  Landschaftsbild einfügen und auch die optische Eingrünung des Ortsrandes mit standortgerechten Gehölzen sichergestellt wird. Die Anbindung des Ortes in die nahe Landschaft, mit Gewässern und Hecken, stellen viele Wanderwege z.B. der „Holskenpatt“ sicher.

    
 


5.2   Erhaltung, Pflege und Entwicklung der Kulturlandschaft

Natürlich hat auch in Dreierwalde die Flurbereinigung der 60er Jahre negative Spuren hinterlassen. Diese sollen soweit wie möglich wieder zurückgenommen werden. Nichts desto trotz prägen auch noch einige Hecken häufig mit alten Eichenbeständen die Landschaft.


5.3   Erhaltung und Förderung der Flora und Fauna; Förderung des Arten- und Biotopschutzes

Im Nord- Westen Dreierwaldes befindet sich das ca. 95 ha große Feuchtwiesengebiet „Trogbahn“ und „Brook“, das unter Naturschutz gestellt wurde. Hier sind noch der Brachvogel, die Uferschnepfe und der Kiebitz heimisch.
Besonders stolz ist Dreierwalde auf das sog. „Lünnemanns Pättken“, die Anpflanzung der daran grenzenden Obstwiese und die Anlegung eines Wald- und landwirtschaftlichen Lehrpfades in diesem Bereich. Zu erwähnen ist noch die Nutzung des angrenzenden „Stadtwaldes“ für „Waldwochen“ des örtlichen Kindergartens.
Der Heimatverein hat an der Knüwenstraße Kopfweiden angepflanzt. Die Straßenbankette im Außenbereich konnten erhalten werden (Wildwuchs).
Insbesondere der Heimatverein legt ein besonderes Augenmerk auf die Förderung von Flora und Fauna. Um z.B. den Wildkräutern bessere Überlebenschancen zu geben, werden die Freiflächen (ca. 3000qm) zwischen den Sportplätzen auf der Sportanlage nur einmal im Jahr gemäht.
Weiterhin wurden von vielen Beteiligten 7000 Pflanzen in den letzten Jahren im Orts- und Ortsrandbereich gesetzt.
 

5.4   Umsetzung von Landschaftsplänen und
       landschaftspflegerischen Begleitplänen

Ein Landschaftsplan für den Bereich Dreierwalde ist vom Kreis Steinfurt noch nicht aufgestellt worden. Soweit für Einzelvorhaben  landschaftspflegerische Begleitpläne erforderlich waren, sind diese auch umgesetzt worden.
 

5.5   Gestaltung und Einbindung landwirtschaftlicher
        und gewerblicher Standorte außerhalb der Ortslage

Im Außenbereich bestehen noch einige Einzelhöfe, die durch den steten Ein-satz gleicher Baumaterialien und den höfetypischen Eichenbestand geprägt sind. Der ebenfalls im Außenbereich liegende Gewerbebetrieb Reckers prä-sentiert sich vollständig eingegrünt und weiter mit vielfältigen Bemühungen, vor allem im rückwärtigen Teil des Firmengeländes, um den Biotop- und Ar-tenschutz.
Bei allen Neubauten und Erweiterungsmaßnahmen werden die notwendigen Auflagen zur Einbindung in die Landschaft von den Bauherren selbstver-ständlich akzeptiert und auch durchgeführt.
 

5.6  Ausgleichsmaßnahmen bei Eingriffen in die Landschaft

Es wird Wert darauf gelegt, daß die Ausgleichsmaßnahmen auch tatsächlich ihren Zweck erfüllen, nämlich den Eingriff in das Landschaftsbild auszugleichen. Daher erfolgt im Regelfall die Anpflanzung geschlossener Hecken aus vielfältigen heimischen Laubgehölzen, die teilweise auch als Wallhecken angelegt werden. Innerhalb dieser Hecken sorgen größere Einzelbäume (Eichen) für ein aufgelockertes Profil.
Eingriffe ohne mit der Landschaftsbehörde abgestimmte Ausgleichsmaßnahmen sind heute nicht mehr vorstellbar.
 


Autorenverzeichnis:                  Fotos:
Johannes Bäumer                       Johannes Bäumer
Erich Beck                                 Reinhard Beck
Magdalena Möller                       Erich Brune
Norbert Steggemann                   Magdalena Möller
                                                 Gustav Sasse
                                                 Archiv Heimatverein