Heimatverein Dreierwalde



 
 
Humor und Sprichwörter aus Dreierwalde

„Ik straof mine Frau bloß mit guete Wörde“, sägg de Köster, dor smet he iähr de Bibel an den Kopp.

„Ich strafe meine Frau nur mit guten Worten“, sagte der Küster, da schmiß er ihr die Bibel an den Kopf.


„Umstände verännert de Sake“, sägg de Advokat, dor kreeg he nen Schinken.

„Umstände verändern die Sache“, sagte der Advokat, da bekam er einen Schinken.


Wo Isen ligg un Eiken waßt, dor sind auk Lüde, de daobi paßt.

Wo Eisen liegt und Eichen wachsen, da sind auch Leute die dazu passen.


För Geld kann man dän Düwel danzen seihn.

Für Geld kann man den Teufel tanzen sehen.


Use Härgott stüert de Baime, dat se nich in´n Himmel wasset.

Unser Herrgott steuert die Bäume, daß sie nicht in den Himmel wachsen.
 

För Gott und guede Wöer´ kann man nicks kaupen.

Für Gott und gute Worte kann man nichts kaufen.


Enmaol lachen helpt biäter äs dreimaol Medizin niehmen.

Einmal lachen hilft besser als dreimal Medizin nehmen.


Lik dör de Welt löpp use Patt. Wi willt auk likut gaohn. Un is dat Liäwen stur und hatt, et mott us doch geroaen.

Gerade durch die Welt läuft unser Pfad. Wir wollen auch geradeaus gehen. Und ist das Leben stur und hart, es muß uns doch gelingen.


Wenn´t Krüs hoch öwer´t Dachwerk steiht, wenn jung und oalt tohaupe geiht un alle sett´t de Plog doför, kumm wi wull dör.

Wenn das Kreuz hoch über dem Dachstuhl steht, wenn jung und alt zusammengehen und alle setzen den Pflug davor, kommen wir wohl durch.


„De erste Naut mott holpen wärn“,sägg de Buer un sloog den Swinetrogg kapott un mok daomet dat Swinefooer warm.

„Der ersten Not muß geholfen werden“,sagte der Bauer und schlug den Schweinetrog kaputt und machte damit das Schweinefutter warm.