Heimatverein Dreierwalde

2.0  Bürgerschaftliche Aktivitäten und Selbsthilfeleistungen

2.2   Eingliederung von Neubürgern; Förderung des Zusammenlebens der Generationen

Zu den jährlichen herausragenden Veranstaltungen gehören die Kirmes und das Schützenfest, zu denen sich Dreierwalder, ehemalige Dreierwalder und Neubürger mit jung und alt treffen.
Spontan wurden der Gewinn des Kreiswettbewerbes 1996 und der Gewinn der Silbermedaille auf Landesebene 1997 mit Dorffesten unter Beteiligung aller Vereine, jungen und alten Bürger und den politischen Vertretern der Stadt Hörstel mit Gottesdiensten, Umzügen und einem gemütlichen Beisammensein gebührend gefeiert. Unterstützt wurden die Feiern durch die „Vechteboerties“, einer Blaskapelle aus der unserer Partnerstadt Dalfsen (Holland).

Die 10 Frauenkreise nehmen Neubürgerinnen in ihre Gruppen auf. Hierdurch besteht die Möglichkeit der Integration ins Dorfleben über einen relativ kleinen Personenkreis. Außerdem treffen sich die verschiedenen Frauenkreise einmal monatlich mit den ausländischen Mitbewohnern aus unserem Dorf.
In den Spiel- und Loslösegruppen haben die neuen Mitbürger außerdem  die Möglichkeit der Integration.
Weitere Anlässe bieten sich in allen weiteren Vereinen.
 


2.3  Gemeinschaftseinrichtungen

Zu den wesentlichen Gemeinschaftseinrichtungen in unserem Ort gehören:
- die St.-Anna-Kirche,
- die St.-Anna-Schule als zweizügige Grundschule mit Turnhalle,
- der St.-Anna-Kindergarten als Vier-Gruppen-Anlage direkt neben der Turnhallegelegen,
- das Sportgelände des SV Brukteria Dreierwalde mit drei Rasenplätzen, einer in Eigenleistung erbauten Zuschauertribüne für 300 Zuschauer, zwei Tennisplätzen, einem großzügig gestalteten Umkleidegebäude und einem vorgelagerten, unter ökologischen Aspekten gestalteten Parkplatz,
- die Reihalle, die vor 3 Jahren in Eigenleistung durch den Reit- und Fahrverein gebaut wurde,
- das Vereinsheim des DRK, das ebenfalls in Eigenleistung in einer ehemaligen Trafostation errichtet wurde,

    

- das Feuerwehrhaus mit Unterweisungsraum, der von den verschiedesten Vereinen und Gruppen meist für Lehrveranstaltungen genutzt wird, sowie
- das Anne-Frank-Haus (Gemeindehaus)
 

3.0   Baugestaltung im öffentlichen und privaten Bereich

3.1   Erhaltung, Gestaltung und Prägung des Ortscharakters

1988 wurde die Kirche von innen und außen renoviert. Man legte im Chorraum (1509) alte Malereien frei, restaurierte die Anbauten (1771 und 1949) und ließ die Orgel  von 1866 aufwendig von Fachleuten überarbeiten. Im Kirchenumfeld ersetzte man eine Hecke nach alten Vorlagen durch eine Kirchenmauer an der Nord- und Ostseite und rundete damit das Gesamtbild ab. Weiterhin wurden Freiflächen durch wechselndes Pflaster und durch Anordnung von Pflanzbeeten zu einem Kirchplatz gestaltet.

    

Ein an den Kirchplatz angrenzendes Wohnhaus wurde von der Kirchengemeinde gekauft und anschließend zum Gemeindehaus, dem „Anne-Frank-Haus“, umgebaut und zusätzlich um einen Saal erweitert.
Die unmittelbar in der Ortsmitte liegende Schule mit Turnhalle und der kürzlich erweiterte Kindergarten sind mit den sie umgebenden großzügig angelegten Grünanlagen bemerkenswert. Ihre Zugänge und Zufahrten liegen direkt gegenüber einer Pferdeweide mit alten Bäumen. Die Wiese und die Bäume sollen möglichst in ihrem Bestand erhalten werden.
 


3.2   Gestaltung und Eingliederung von öffentlichen und privaten Gebäuden

Die öffentlichen und privaten Gebäude wurden insgesamt nach  städtebaulichen Gesichtspunkten und Erfordernissen zur Erhaltung des dörflichen Charakters restauriert, erweitert oder für eine neue Nutzung umgebaut. Gute Beispiele sind hierfür z.B.:
- die Restaurierung der Kirche mit ihrem Umfeld (Sonderpreis beim  Landeswettbewerb 1997 ),
- der Umbau eines Wohnhauses direkt neben der Kirche zum Gemeindehaus, dem Anne-Frank-Haus, mit einem angebauten kleinen Saal,
- die Umnutzung einer Hofstelle im Ortskern zu Einzelhandelsgeschäften, Gastronomie, Hotel und Dienstleistern,

    

- die Restaurierung des ehem. Burrichterhofes mit seinem alten Gebäudebestand,
- die Wohn- und Geschäftshausbebauung an der Schulstraße,
- die Erhaltung und Erweiterung der Bruchsteinfassade am Wohn- und Wirtschaftsgebäude des Hofes Wieschemeyer und
- die Erhaltung der Frontfassade am Fabrikgebäude der Firma Reckers trotz umfangreicher Umbau- und Erweiterungsmaßnahmen (im Außenbereich gelegen). Auch die dorftypischen kleinen Details wie Eingangstüren wurden geschickt in das Gesamtpanorama der Gebäude eingegliedert.

Die Neubaugebiete unterscheiden sich in Bauform und Materialwahl nicht von anderen Siedlungen im Münsterland. Klinkerfassaden und tonpfannengedeckte Dächer herrschen vor. In den letzten Jahren hat sich die Baugesinnung positiv entwickelt. Die Details werden wieder sorgfältig geplant und ausgeführt.
 


3.3   Die Außenwerbung

Die Außenwerbungen wurden insgesamt zurückhaltend angebracht. Hier waren - und sind auch wohl zukünftig - keine reglementierenden Maßnahmen notwendig.
 


3.4  Erhaltung / Umnutzung leerstehender Gebäude

Als erstes sei hier die Umnutzung einer ehemaligen Hofstelle im Ortskern zu Einzelhandelsgeschäften, Gastronomie, Hotel und Dienstleistungsunterneh-men genannt. Die Fassaden der Wirtschaftsgebäude und Scheunen wurden dabei bewußt erhalten.
Zum Zweiten ist die Restaurierung des ehemaligen Burrichterhofes an der Aa zu nennen. Der Gebäudebestand mit Wohnhaus, Wirtschaftsgebäuden und Scheunen wird z.Z. von Grund auf renoviert. Das Wohnhaus wurde 1998 neu bezogen. Die Restaurierung der anderen Gebäude bedarf noch einiger Zeit.

    

In der Ortslage und auch im Außenbereich gibt es zur Zeit keine leerstehenden Bauernhöfe oder Wohnhäuser. Das zeigt zum einen die Verpflichtung von Generationen, Gebäude zu erhalten und nicht verkommen zu lassen, und zum anderen die Attraktivität Dreierwaldes für Neubürger.


 

3.5   Gestaltung und architektonische Einbindung von Gebäuden

Die Bauernhöfe im Orskern Dreierwaldes sind trotz baulicher Maßnahmen mit ihrem dorfbildenden Charakter erhalten geblieben. Industrie- und Gewerbebetriebe sind trotz ihrer Nähe zum Ortskern nicht auffällig, sie bieten ein harmonisches Bild des Ganzen, zeigen aber auch täglich die Notwendigkeit auf, durch Arbeit sein Brot zu verdienen. Dienstleistungsbetriebe haben entweder in ehemaligen landwirtschaftlichen Gebäuden oder in Neubauten ihr Domizil gefunden.