Heimatverein Dreierwalde


 
Zeittafel: Beachtenswerte Jahreszahlen der Dreierwalder Geschichte

 

1498  Dreierwalde wird als Bauerschaft im Kirchspiel Plantlünne angeführt. Erwähnung in einem alten Schatzungsregister)
1509  Kirchbau in Dreierwalde. Der älteste Teil der jetzigen Kirche ersteht.
1618-1648  Dreißigjähriger Krieg.
1623  Soldaten der Feldherren Tilly und von Anholt, welche bei Rheine kampieren, plündern im Spätsommer in Dreierwalde.
Um 1634  Hessische Truppen hausen in der Gemeinde.
1662  Erster Hinweis auf eine Schule im Ort.
1741  Für die Neugründung einer Pfarrstelle wird eine Stiftung angelegt.
1746  Errichtung des Sankt-Annen-Bildstocks
1748  Bau eines Pfarrhauses.
1756/63  Siebenjähriger Krieg. Truppendurchzüge und Einquartierungen. Steuerliche Belastung.
1760  Die Gemeinde muß eine Kriegssteuer von ca. 90 Thalern zahlen.
1767  Die Kirche von Dreierwalde wird am 12. August von einem »Ungewitter« getroffen und beschädigt.
1771  beginnt im Juni Pfarrer Baurichter mit der Vergrößerung der Kirche.
1773  Die Kirche erhält eine neue Glocke aus der Gießerei Rinke in Osnabrück.
1782  kommt eine neue Glocke dazu (aus der gleichen Gießerei).
1784  An der Aabrücke in Dreierwalde wird ein Standbild zu Ehren des heiligen Johannes von Nepomuk errichtet mit einer Inschrift, welche auf den damaligen Amtsantritt des münsterschen Fürstbischofs Max Franz hinweist.
1789  Am Gotteshaus wird eine neue Sakristei erbaut.
1803  Auflösung des Hochstifts Münster, dem Dreierwalde bisher angeschlossen war. Die Gemeinde fällt nun an das Königreich Preußen.
1807-1813  Französische  Fremdherrschaft. Beckmann vom Burrichterhof als "Maire« (Bürgermeister) von Dreierwalde.
1807-1811  Die Bürgermeisterei gehört während der Fremdherrschaft zum Großherzogtum Berg, 1811-1813 zum Kaiserreich Frankreich.
1813-1816  Dreierwalde als Teil des Kreises Lingen (vorläufige Kreiseinteilung).
1816  wird es endgültig dem Kreis Tecklenburg eingegliedert.
1822  Die hier vom französischen System herrührende örtliche Bürgermeisterei wird Bevergern angeschlossen.
1825  In dem 1821 neu umschriebenen Bistum Münster entsteht das Landdekanat Tecklenburg, dem auch die Pfarre Dreierwalde zufällt.
1830  Der Bezirk von Uthuisen im alten Riesenbeck (Bauerschaft Hörstel) wird provisorisch umgepfarrt.
1846  Dreierwalde als selbständiges Amt. Dasselbe existiert fortan sechs Jahre.
1852  Die Gemeinde wird endgültig dem Amt Bevergern angeschlossen.
1864  Der genannte Bezirk von Uthuisen wird endgültig der Pfarre Dreierwalde eingegliedert.
1864  Dänischer Krieg. Keine Kriegsopfer in Dreierwalde.
1866  Die Kirche erhält eine Orgel.
1866  Krieg gegen Österreich. Ein Dreierwalder, Bernhard Gerhard Hesping, fällt in der Schlacht bei Wiesental.
1870/1871  Krieg gegen Frankreich. Alle Kriegsteilnehmer aus der Gemeinde kehren wieder heim.
1874-1886  Die Pfarrei ohne Pfarrer. Unter Einwirkung des Kulturkampfes bleibt die Pfarre zwölf Jahre unbesetzt.
1874  Dreierwalde bereitet im Hochsommer dem Bekennerbischof Johann Bernhard Brinkmann von Münster während seiner hiesigen Firmungsreise festlichen Empfang in schwerer Zeit des Kulturkampfes.
1882  Teilung der örtlichen Mark am 22. Dezember.
1886  Gründung einer Postagentur in Dreierwalde am 1. April.
1893  Münsters Bischof Hermann Dingelstadt weiht am 29. Juli in Verbindung mit seiner hiesigen Firmungsreise einen neuen Altar in der Pfarrkirche.
1901  In der Pfarre werden eine Jünglings- und eine Jungfrauenkongregation ins Leben gerufen.
1904  Zwischen Dreierwalde und Rheine wird eine feste Landstraße gebaut.
1905  Am  10. Mai Eröffnung der Kleinbahn Piesberg-Rheine auf der über Uthuisen führenden Linie Recke/Rheine. - Die Strecke Recke-Osnabrück war schon 1903 in Betrieb genommen.
1905  In der Pfarre wird ein Verein katholischer Frauen und Mütter gegründet.
1908  Straßenbau Dreierwalde-Hopsten.
1908  Gründung einer Spar- und Darlehenskasse am 8. Dezember.
1914  Straßenbau Dreierwalde-Spelle.
1914-1918  Erster Weltkrieg. Söhne der Gemeinde sterben den Heldentod an den Fronten. Die Heimat bleibt unversehrt.
1916/17  Schädlicher Kriegswinter von außergewöhnlicher Härte (bekannt als Steckrübenwinter").
1917  Glockenabgabe für die Kriegsrüstung.
1918  Ende des ersten Weltkrieges. Waffenstillstand am 11. November. Es folgen unruhige Wochen und Monate in der Gemeinde. Die Einwohner bilden Sicherheitswehren zur Verhütung nächtlicher Einbrüche und Überfälle.
1920  Dreierwalde erlebt - nach Rückkehr der Truppen aus dem Felde - ein großes Kriegerheimkehrfest. Ehrung der Kriegsopfer in Verbindung mit der
Festfeier.
1920  Im Sommer erhält die Kirche drei neue Glocken. Der Dechant des Heimatdekanates, Pfarrer Weining, Recke, vollzieht die feierliche Weihe.
1923  Höhepunkt einer Inflation (Geldentwertung) um den 15. November. Es folgt eine neue Währung mit der Einführung der sogenannten Rentenmark (Wert: 1 Rentenmark = 1 Billion der alten Währung).
1926  Eröffnung der Kraftpostlinie Rheine - Dreierwalde - Hopsten. Um dieselbe Zeit wird der Verbindungsweg Dreierwalde - Hörstel zur festen Straße ausgebaut.
1927  Umbenennung des "Dekanates Tecklenburg", dem die Pfarre angehört, in "Dekanat Ibbenbüren".
1927  Die Gemeinde erhält elektrisches Licht und elektrische Kraft. Zu Weihnachten 1927 erstrahlen Kirche und Dorf im elektrischen Licht.
1930  Auflösung des Amtes Bevergern. Die politische Gemeinde Dreierwalde, bisher ein Teil des Amtes Bevergern, gehört fortan zum Amt Riesenbeck.
1931  Am 5. Juli Cäcilienfest für die Kirchenchöre des Dekanates Ibbenbüren in Dreierwalde - ein denkwürdiges. Tag in der Geschichte des hiesigen Kirchenchores.
1931  Der Bezirk von Uthuisen, bisher zu Hörstel gehörig, fällt nun politisch an die hiesige Gemeinde.
1931  Im Ort wird gegen Ende des Jahres eine DJK gegründet (Deutsche Jugendkraft).
1933-1945  Die Gemeinde unter nationalsozialistischem Regime.
1934  Heimatfreund Gerhard Reeker stirbt am 18. April im Alter von 98 Jahren. Er war gebürtiger Dreierwalder. Ihm verdanken wir wertvolle heimatkundliche Mitteilungen.
1935  Die Kleinbahn Piesberg - Rheine mit der Station Uthuisen wird vollspurig ausgebaut. Sie trägt fortan nach Eröffnung des vollspurigen Betriebes den Namen »Tecklenburger Nordbahn".
1938  Die Pfarrei wird unter Pfarrer Wilhelm Wienhues vom Dekanat Ibbenbüren abgetrennt und Rheine angeschlossen.
1939-1945   Zweiter Weltkrieg.
1945  Unruhige Tage am Ende des zweiten Weltkrieges, in dem die Gemeinde viele Gefallene zu beklagen hatte.
1947/1949  Vergrößerung der Kirche unter Pfarrer Terbille. Münsters Weihbischof Heinrich Roleff konsekriert den Erweiterungsbau am 3. Mai 1949.
1948  Am 20. Juni Einführung einer neuen Währung (D-Mark statt R-Mark). Die R-Mark wird abgewertet im Verhältnis 10:1.
1956  Eine neugebaute Schule wird eröffnet.
1956  Am 9. Februar wird ein neuer Hochaltar vom Weihbischof Baaken in Münster geweiht.
1964  Erweiterung der Schule.
1966  Übergabe eines neuen Feuerwehrhauses am 11. November.
1966  Gründung eines Heimatvereins Dreierwalde.
1967  Gründung der Nebenstelle der Sparkasse des Kreises Tecklenburg.
1969  Die Beschilderung des Dorfes mit Straßennamen.
1970  Die oberen fünf Schuljahrgänge der Schule Dreierwalde werden der Hauptschule Bevergern überwiesen. Die unteren vier Jahrgänge bilden die Grundschule in Dreierwalde.